Review: THE BODYGUARD at Admiralspalast Berlin
Gestern hatte ich die Gelegenheit, die Premiere des Musicals The Bodyguard im Admiralspalast zu besuchen. Das Haus war gut gefüllt und die Stimmung im Publikum ausgesprochen positiv. Schon nach den ersten Szenen war klar, dass die Show bei vielen Besucherinnen und Besuchern sehr gut ankommt.
Die Bühnenfassung basiert natürlich auf dem bekannten Film The Bodyguard, dessen Musik bis heute untrennbar mit Whitney Houston verbunden ist. Für mich persönlich hatte der Film allerdings nie eine besonders starke emotionale Wirkung, und vielleicht erklärt das auch, warum mich die Musicalfassung zwar gut unterhalten hat, aber nicht komplett mitgerissen hat.
Ein großer Pluspunkt des Abends war, dass die Produktion im Original auf Englisch gespielt wurde. Das passt einfach zu diesen Songs und zu der ganzen Popwelt, aus der sie stammen. Gerade bei diesem Stoff kann man sich kaum vorstellen, wie manche Dialoge oder Songtexte auf Deutsch wirken würden, ohne etwas von ihrer Natürlichkeit zu verlieren.
Musikalisch gibt es natürlich einige Momente, die sofort zünden. Besonders gefreut habe ich mich über meinen persönlichen Favoriten I Have Nothing, der für mich sogar noch mehr emotionales Gewicht hat als der große Klassiker I Will Always Love You. Dieser Song gehörte für mich zu den stärksten Momenten des Abends.
Die Inszenierung setzt stark auf eine sehr glatte, poppige Showästhetik: schnelle Szenenwechsel, viel Licht, viel Glamour. Das funktioniert handwerklich solide und sorgt für einen flüssigen Abend, wirkt aber stellenweise auch etwas gleichförmig. Große dramaturgische Höhepunkte, die sich deutlich vom restlichen Abend abheben, bleiben eher aus.
Dem Publikum hat die Produktion dennoch sichtlich gefallen. Der Applaus war herzlich, und insgesamt liefert das Ensemble eine professionell gemachte Musicalshow, die vor allem Fans der Songs von Whitney Houston begeistern dürfte.
Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Abend im Admiralspalast mit starken Songs und guter Publikumsstimmung. Auch wenn mich die Inszenierung nicht komplett gepackt hat, lohnt sich die Show allein schon für die Musik und für einen nostalgischen Ausflug in die Welt von The Bodyguard.
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