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Das San Francisco Ballet hat mehrere geplante Auftritte im Kennedy Center for Performing Arts in Washington D.C. zurückgezogen, was eine weitere bedeutende Absage bei der Institution nach der Übernahme von Vorstand und Betrieb durch Präsident Donald Trump markiert.
Laut der New York Times hat der Vorstand des San Francisco Ballet beschlossen, den für Ende Mai geplanten fünftägigen Auftritt abzusagen. Die Kompanie erklärte jedoch in einer Stellungnahme: "Das SF Ballet freut sich darauf, in der Zukunft für die Zuschauer in Washington, D.C. aufzutreten."
Es waren sieben Aufführungen des zeitgenössischen Balletts Mere Mortals geplant, inspiriert von künstlicher Intelligenz und griechischer Mythologie.
Die New York Times berichtete auch, dass der von Trump ernannte Präsident des Kennedy Centers, Richard Grenell, in einer Stellungnahme sagte: "Professionelle Künstler sollten für alle auftreten — nicht nur für Menschen, mit denen sie politisch übereinstimmen."
Laut der New York Times sagte eine Sprecherin des Kennedy Centers, Roma Daravi: "Künstler werden von der Cancel-Culture unter Druck gesetzt, weil sie es wagen, für jeden aufzutreten."
Dies kommt kurz nach der Ankündigung, dass die Kennedy Center Honors in Trump Kennedy Center Honors umbenannt werden, im Einklang mit der im Dezember angekündigten Namensänderung der Institution.
Dies ist nicht die erste bedeutende Absage dieser Art. Ende Januar sagte der Komponist Philip Glass die geplante Weltpremiere seiner Symphonie Nr. 15, Lincoln, im Kennedy Center ab.
Weitere Künstler und Institutionen, die Veranstaltungen absagen, sind Stephen Schwartz, Chuck Redd, Renée Fleming, und Seattle Children's Theatre.