Skip to main content
Shop Merch Add a Show Listing
My Shows
News on your favorite shows, specials & more!

Rezension: THE CHILDREN mit Meera Syal

Das gefeierte Stück von Lucy Kirkwood kehrt auf die Londoner Bühne zurück

By:
Rezension: THE CHILDREN mit Meera Syal

3 stars

Die Klimakrise nimmt uns die Illusion, unverwundbar zu sein, und zwingt uns schließlich dazu, uns mit der Frage auseinanderzusetzen, wie viel Zeit uns noch auf der Erde bleibt. In viel kleinerem Maßstab lässt sich dasselbe über das Älterwerden sagen.

In The Children greift Lucy Kirkwood diese Analogie auf und entwickelt sie weiter. Inspiriert von der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 folgt ihr Stück von 2016 Hazel (eine virtuose komische Darstellung von Meera Syal) und Rose (die australische Schauspielerin Kerry Fox), zwei Nuklearwissenschaftlerinnen und alte Freundinnen in ihren 60ern mit einem gesunden Maß ungelöster Spannungen. In einem abgelegenen häuslichen Idyll mit einer Ästhetik irgendwo zwischen Blockhütte und Raumschiff (Gary McCanns Bühnenbild ist ein Meisterstück im Weltenbau) diskutieren die beiden ihre Differenzen inmitten einer nuklearen Apokalypse, die ihre Gemeinschaft in Isolation gezwungen hat.

Es wird deutlich, dass Hazel und Rose eine gewisse Verantwortung für die Nuklearkatastrophe tragen, die diese Zustände verursacht hat. Die Behebung des Problems, das sie verursacht haben, würde für sie den Tod durch Strahlenvergiftung bedeuten, weshalb das Stück die Frage stellt, ob das Alter ein stärkeres Pflichtbewusstsein gegenüber anderen mit sich bringt oder lediglich als Lizenz dient, das eigene Wohlbefinden an erste Stelle zu setzen. Hazel und Rose verkörpern entgegengesetzte Pole dieses Dilemmas, und es ist einer jener geschickt geschriebenen Bühnenkonflikte, bei denen beide Recht haben.

Meera Syal und Kerry Fox in The Children. Foto: Helen Maybanks

Die Umweltmetapher mochte 2016 noch Resonanz hervorgerufen haben, doch mit der Zunahme von Stücken zum Thema Klimakrise in den letzten Jahren fühlt es sich heute nicht mehr ausreichend an, lediglich die Verantwortung der älteren Generation für die Krise zu betonen, was immer wieder betont wurde. Die Vorstellung von der Schuld der Älteren gegenüber den Jungen wirkt inzwischen altmodisch und übertrieben und steht manchmal im Widerspruch zu der gesprächigen häuslichen Szenerie des Stücks.

Diese Inszenierung entscheidet sich, den Fokus auf das häusliche Setting zu legen, verweilt in den ruhigeren Momenten des Texts, in Gesprächen über frühe Elternschaft und Yoga; eine wichtige Enthüllung in Zusammenhang mit dem Atommüll hingegen wird kaum gewürdigt, da Rose sie ungeschickt in den Handlungsverlauf einfließen lässt. Der Küchen-Sink-Stil von Rachel O’Riordans Regie, trotz Eleganz und guter Beobachtbarkeit, verstärkt den Eindruck, dass der Klimawandel hier nur eine nachrangige Rolle spielt.

Declan Conlon und Meera Syal in The Children. Foto: Helen Maybanks

Ein reiches Reservoir tragikomischen Humors ist hier dennoch vorhanden, und die beiden Hauptdarstellerinnen schöpfen daraus mit großem Erfolg: Syal als trockene Frau am Rande des Abgrunds, die ihren Generator passiv-aggressiv antreibt, Fox als gesellschaftliche Außenseiterin, die nicht ganz merkt, dass ihre Witze nicht zünden. Die Figur von Hazels Ehemann, einem weiteren Wissenschaftler, der auch eine romantische Verbindung zu Rose hatte, wirkt weniger überzeugend, doch Declan Conlon verleiht der Figur eine Aura von hart erkämpften persönlichen Philosophien und unterdrückter sexueller Spannung.

The Children ist ein Schaufenster für Kirkwoods Talent als Autorin sowohl beobachtender Komödien als auch tief existenzieller Stücke. Die Schwächen des Stücks treten auch in dieser neuen Produktion offen zutage, doch bietet sie eine spannende Gelegenheit, ein modernes Juwel zu sehen, das auch ein Jahrzehnt nach seiner Premiere noch relevante Aussagen bereithält.

The Children wird im Lyric Hammersmith bis zum 3. Oktober gespielt

Foto: Helen Maybanks



Weitere Artikel

1
Max Wilkinson als Gastautor über Night City am Southwark Playhouse Photo
2
Foto: Tony-Gewinner Cinco Paul gibt Ausblick auf neues Musical SWEET JESUS Photo
3
Fotos: MARTIN GUERRE in den Proben im The Old Vic Photo
4
Video: Kerry Ellis und weitere Performen 'Little Women' aus JO - THE LITTLE WOMEN MUSICAL Photo
5
PURGATORY kehrt mit dem Telos Ensemble ins Omnibus Theatre in London zurück Photo
6
Mann zu 2 Jahren Haft verurteilt, weil er Theaterbesucherin während WE WILL ROCK YOU würgte Photo
7
Shoshana Bean, LJ Benet und weitere Gäste bei The Rescues im Le Poisson Rouge Photo
8
Video: Ethan Slater, Betsy Wolfe und weitere performen 'Skid Row (Downtown)' in LITTLE SHOP OF HORRORS Photo
9
LITTLE SHOP OF HORRORS erreicht Laufrekord und feiert im September Photo
10
Gina Torres übernimmt Rolle in BUENA VISTA SOCIAL CLUB am Broadway Photo

BroadwayWorld TV


Ticket Central
Hot Show
Tickets From $59
Hot Show
Tickets From $70
Hot Show
Tickets From $72
Hot Show
Tickets From $106
Diese Übersetzung wird von KI unterstützt. Besuchen Sie /contact.php, um Fehler zu melden.