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EDINBURGH 2026: Kritik: JESS ROBINSON: ELTON REIMAGINED: Assembly George Square Gardens

Eine strahlende Diva-gepowerte Feier von Elton Johns größten Hits

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EDINBURGH 2026: Kritik: JESS ROBINSON: ELTON REIMAGINED: Assembly George Square Gardens

5 stars

Jess Robinson imitiert nicht einfach nur die Stars. Es scheint, als besäße sie eine komplette musikalische Showreel von ihnen.

Begrüßt wird das Publikum vor dem Assembly George Square Gardens in einem Wirbel aus gelben Federn und Taft, schwarzem Glitzer und spektakulären Elton John Plateau-Stiefeln. Robinson schafft sofort die verspielte Theatralik, die sich durch Elton Reimagined zieht. Drinnen angekommen, verschwendet die mehrfach preisgekrönte Imitatorin keine Zeit, um genau zu beweisen, warum sie als eine der versiertesten Vokalinterpreten des Vereinigten Königreichs gilt.

Eröffnet wird mit 'Saturday Night’s Alright (for Fighting)', und Robinson erklärt, dass die Show ein Liebesbrief an Elton John und der Soundtrack zu ihrem Leben ist. Was folgt, ist eine außergewöhnliche Stunde, in der Eltons Lieder zur Grundlage für eine erstaunliche Sammlung von Stimmen werden, wobei Robinson 35 Divas in jeweils ihrem unverwechselbaren Stil kanalisiert.

Das Konzept ist herrlich erfinderisch. Britney Spears nimmt 'Bennie and the Jets' in Angriff, bevor ein vokaler Diva-Showdown Katherine Jenkins, Julie Andrews und Ariana Grande zusammenbringt, die alle trotz der Anwendung auf dasselbe Elton-Material brillant erkennbar sind. Robinsons Fähigkeit zum sofortigen Wechsel zwischen kontrastierenden Gesangspersönlichkeiten ist verblüffend, wobei jede winzige Betonung, jeder Akzent und jede Manier noch eine zusätzliche Schicht zur Illusion hinzugefügt.

Auch die Komik ist ebenso scharf. Robinson demonstriert den Unterschied zwischen Björk und Greta Thunberg, bevor Alanis Morissette mit einer Mundharmonika für 'I Guess That’s Why They Call It the Blues' erscheint. Billie Eilish verwandelt 'Candle in the Wind', vorgetragen zur Melodie von 'What Was I Made For?', während Lady Gaga 'Crocodile Rock' durch die musikalischen Welten von 'Born This Way', 'Abracadabra', 'Shallow' und 'Bad Romance' ein ausgelassenes Makeover verleiht – mit atemberaubendem Effekt.

Doch unter dem technischen Können liegt echte Wärme verborgen. Robinson spricht liebevoll über ihre Großmutter Rosie, eine talentierte Pianistin, und die musikalische Familientradition, die ihre eigene Karriere geprägt hat. Es ist spürbar, dass dies nicht nur eine Gelegenheit ist, ein beeindruckendes Gesangsrepertoire zu zeigen, sondern eine tief persönliche Feier der Musik und der Künstler, die sie inspiriert haben.

Die Einbindung des Publikums verleiht eine weitere spontane Ebene, wobei Billie Holiday ausgewählt wird, um 'Rocket Man' zu singen. Ein Höhepunkt des Abends ist Robinsons außergewöhnliche Darbietung von 'Don’t Go Breaking My Heart', dargeboten durch die Stimmen von 20 verschiedenen Divas sowie einer Auswahl sofort erkennbarer politischer Figuren und Moderatoren. Es ist eine Meisterleistung an komödiantischem Timing, Stimmkontrolle und schierer Ausdauer.

Es gibt auch ruhigere Momente. 'Goodbye Yellow Brick Road', neu interpretiert durch Kate Bush und die Klanglandschaft von 'Hounds of Love', ist eindringlich und ätherisch und zeigt, dass Robinsons Talent weit über komische Imitation hinausgeht. Am anderen Ende der Skala leiht Barbra Streisand ihrem unverkennbaren Gesangsstil ein episches 'I’m Still Standing', bevor Robinson die Show in ihrer eigenen Stimme beendet.

Dieser finale Übergang fühlt sich bedeutsam an. Nach einer Stunde außergewöhnlicher Imitation erinnert Robinson das Publikum daran, dass hinter jeder Stimme eine herausragende Sängerin in eigener Person steht.

Die schiere technische Meisterleistung ist beeindruckend, aber es sind Robinsons Wärme, ihr komischer Instinkt und ihre ansteckende Freude, die Elton Reimagined so viel mehr als nur einen cleveren Imitationsact machen. Das Publikum wird auf eine musikalische Flipperfahrt durch Elton Johns Backkatalog mitgenommen, wobei jeder Song unvorhersehbar zwischen einigen der bekanntesten Stimmen der Popkultur hin und her springt.

Das Ergebnis ist spektakulär, urkomisch und wirklich atemberaubend. Jess Robinson singt Elton John nicht nur durch die Stimmen der größten Divas der Welt, sie zeigt, wie außergewöhnlich ihre eigene Stimme ist.

Jess Robinson: Elton Reimagined läuft im Piccolo Tent, Assembly George Square Gardens bis zum 30. August 2026 (außer am 17. August) um 19:15 Uhr (1 Stunde)



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