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Rezension: RED, Crazy Coqs

Eine strahlende Feier von feuerroten Ikonen

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Rezension: RED, Crazy Coqs

5 SterneRed ist eine strahlende und reichhaltig unterhaltende Musical-Revue, die die feuerroten Ikonen feiert, die die Geschichte von Bühne und Bildschirm geprägt haben, während sie gleichzeitig die außergewöhnlichen Talente ihrer Schöpferin und Darstellerin, Amber Topaz, zur Schau stellt. Stilvoll, intelligent und voller Zuneigung für die Themen ist dies weit mehr als eine Cabaret-Show. Es ist eine liebevoll gestaltete theatrale Feier weiblicher Darstellerinnen, deren Einfluss über Generationen hinweg weiterhin nachhallt.

Die Produktion etabliert sofort ihre glamouröse Welt. Die Bühne ist mit einem prächtigen roten Samtvorhang geschmückt, während ein eleganter Kleiderständer eine auffällige rote Federboa und einen Bademantel präsentiert. Auf dem Klavier sitzt ein Bowlerhut, der stillschweigend auf die theatrale Schätze hinweist, die kommen werden. Es ist elegant, unauffällig und durchdrungen von altem Hollywood-Charme.

Von dem Moment an, in dem Amber Topaz erscheint, zieht sie die Aufmerksamkeit mit müheloser Ausstrahlung auf sich. Sie führt die Zuschauer in die Welt zahlreicher gefeierter Rothaariger aus dem Musicaltheater, Film und der Popkultur ein, darunter Ginger Rogers, Jessica Rabbit, Jessie aus Toy Story, Nicole Kidman, Lucille Ball, Rita Hayworth, Prinzessin Fiona aus Shrek, Susan Sarandon und Shirley MacLaine. Red offenbart sich schnell als eine liebevolle Erkundung des künstlerischen Erbes.

Red ist keine gewöhnliche Musical-Revue. Es ist eine Geschichtsstunde, eingehüllt in Hollywood-Glamour und musikalische Freude.

Amber Topaz
Foto: Jason Read Photography

Topaz führt das Publikum mit Wärme, Humor und echter Bewunderung durch das Leben und die Karrieren dieser bemerkenswerten Frauen. Anekdoten über Rita Hayworth’s ikonischen Haarflick in Gilda, Lucille Ball’s legendäre Gesichtskomik und die charmant naive Bildschirmpersönlichkeit von Shirley MacLaine und Shirley Temple werden nahtlos in den Abend eingeflochten. Besonders berührend ist die Aufmerksamkeit, die Gwen Verdon gewidmet wird, deren drei Tony Awards und anhaltende Partnerschaft mit Bob Fosse mit offensichtlicher Leidenschaft und Respekt untersucht werden.

Topaz selbst beweist, dass sie eine vollendete Dreifachbegabung ist. Stolz ihre Identität als „Yorkshire-Mädchen“ umarmend, balanciert sie kraftvolle Vocals, komische Präzision und fesselndes Geschichtenerzählen mit einer unglaublich sympathischen Präsenz. Das Ergebnis ist eine Darstellerin, deren eigene Hartnäckigkeit viele der Frauen widerspiegelt, die sie feiert.

Die Revue wechselt geschickt zwischen Hommage und sozialer Reflexion und hebt nicht nur ikonische Darstellerinnen hervor, sondern auch die Entschlossenheit und den Ehrgeiz von Frauen, die internationale Karrieren geformt haben. In ihrer Darstellung von Charakteren wie Miss Hannigan aus Annie liegt spielerische Komik, während musikalische Momente emotionale Tiefe und theatrale Resonanz bieten.

Ein besonders fesselnder Abschnitt reflektiert über Emma Stone und ihr Engagement für Sally Bowles in Cabaret, was in eine ergreifende Darbietung von 'Maybe This Time' übergeht. Es dient als Erinnerung daran, wie transformierend Darbietungen sein können und wie künstlerische Risiken Karrieren prägen.

Einige Momente stechen als außergewöhnlich hervor. Eine urkomische Klaviersequenz demonstriert Topaz’ komödiantisches Talent und emotionale Verbindung zum Material. Ihr von Moulin Rouge! inspirierter Medley von Nicole Kidman's Diamonds Are a Girl’s Best Friend ist glamourös und stimmlich sicher, während ihre fesselnde Verkörperung von Jessica Rabbit einen der besten Momente des Abends liefert. Ihre Darbietung von 'Why Don’t You Do Right?' fängt das verführerische Geheimnis der Figur ein und erkennt clever die Inspirationen von Jessica Rabbit in Lauren Bacall und Rita Hayworth an.

Amber Topaz
Foto: Jason Read Photography

Ebenso unvergesslich ist Topaz’ Darbietung von Bette Midler’s Version von 'Everything’s Coming Up Roses'. Sie beschreibt Midler als vollendete Darstellerin und bringt das Stück mit theatricaler Selbstsicherheit und emotionaler Stärke.

Ihre Bewunderung für Bernadette Peters wird ebenfalls tief verspürt. Indem sie Peters als die Verkörperung des Broadway-Stars beschreibt, reflektiert Topaz über Besuche bei Stephen Sondheim's Old Friends und schafft eine nachdenkliche Verbindung zwischen zeitgenössischem Theater und den Legenden, die es inspirierten. Die Show endet mit zwei weniger bekannten Songs, die das Erlebnis weiter bereichern und das Publikum von Vertrautheit zu Entdeckung und Erkundung führen.

Vielleicht ist die inspirierendste Botschaft der Produktion, dass viele gefeierte Darstellerinnen ihren Erfolg später im Leben fanden, was beweist, dass Träume kein Verfallsdatum haben und Kunstfertigkeit in jedem Alter gedeihen kann.

Amber Topaz hat mit Red etwas wirklich Besonderes geschaffen. Es ist glamourös, lehrreich, herzlich und wunderbar unterhaltsam. Diese multitalentierte Showgirl hat eine dynamische Feier der Theatergeschichte gestaltet, die die Sirenen ehrt, die vor ihr kamen, während sie ihren eigenen Platz unter ihnen fest etabliert.

Lesen Sie unser Interview mit Amber Topaz über die Show hier.

Die UK-Tour von Amber Topaz' Red ist im Gange: Live Shows | Amber Topaz

Foto Credits: Jason Read Photography



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