Verfügbare Sprachen
Das Duke of York’s Theatre wird in das Tom Stoppard Theatre umbenannt, um im Herzen des West End einem der einflussreichsten Dramatiker des britischen Theaters Tribut zu zollen. Die Umbenennung würdigt auch Sir Toms langjährige Verbindung mit dem St Martin’s Lane Veranstaltungsort.
Sir Tom Stoppard, der im November 2025 verstarb, hatte eine Karriere, die sich über mehr als fünf Jahrzehnte erstreckte. Er erhielt 1997 den Ritterorden und wurde 2000 in den Orden der Verdienste aufgenommen. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen rekordverdächtige fünf Tony Awards für das beste Stück, drei Olivier Awards und einen Academy Award für das Co-Scripting des Drehbuchs zu Shakespeare in Love. Stoppard schrieb einige der prägenden Meisterwerke des modernen Theaters, darunter Rosencrantz und Guildenstern sind tot, Jumpers, Travesties, The Real Thing, Arcadia, The Invention of Love, The Coast of Utopia, Rock ‘n’ Roll und Leopoldstadt. Hier können Sie sein vollständiges Nachruf lesen.
Eine neue Produktion von Arcadia, inszeniert von Carrie Cracknell, die vom Old Vic ins West End transferiert wurde und von Sonia Friedman Productions (SFP) produziert wird, läuft derzeit im neu benannten Tom Stoppard Theatre bis Samstag, den 12. September 2026, wobei der Veranstaltungsort speziell für die Produktion im Rundformat neu gestaltet wurde. Die mit Spannung erwartete Premiere des Stücks fällt mit der Bekanntgabe der Umbenennung des Theaters zusammen und markiert eine passende Feier von Stoppards Vermächtnis.
Stoppards Verbindung zu dem Veranstaltungsort in St Martin’s Lane erstreckte sich über viele Jahre. 2009 spielte eine gefeierte Wiederaufführung von Arcadia vor ausverkauftem Publikum im Theater, nach der gefeierten Residenz seines politisch aufgeladenen und musikgefüllten Dramas Rock ’n’ Roll im Jahr 2006.
Geöffnet im Jahr 1892 als Trafalgar Square Theatre und 1895 umbenannt in Duke of York's Theatre, spielte der Veranstaltungsort eine bedeutende Rolle in der britischen Theatergeschichte. Es war das Premierenhaus von J.M. Barries Peter Pan im Jahr 1904 und begrüßte Charlie Chaplin 1905 auf seiner Bühne. Im Laufe der Jahrzehnte war es auch Heimat für gefeierte Produktionen mit einigen der bekanntesten Namen im Theater, darunter Sir Ian McKellen, Dame Helen Mirren, Orlando Bloom, Glenda Jackson, Michael Gambon, Sally Hawkins, Dame Imelda Staunton und Jeremy Irons.
Physische Änderungen an der Beschilderung des Theaters werden in den kommenden Monaten erfolgen, vorbehaltlich der Genehmigung von Planungsanträgen. Interne Branding- und digitale Updates werden ebenfalls in den kommenden Wochen eingeführt.