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For Dolores ist ein neues Stück, präsentiert von Fishamble in Zusammenarbeit mit Lime Tree Theatre, Belltable, Galway International Arts Festival und dem Traverse Theatre. Geschrieben wurde es von Eva O’Connor, Regie führt Jim Culleton.
For Dolores ist kein linear erzähltes Stück. Wir beginnen in der Gegenwart: Mo (Catriona Faint) und Réaltín (Lara McDonnell) wohnen gemeinsam als Freunde in einer Einzimmerwohnung mit Réaltíns einjähriger Tochter Dolores. Die beiden lernten sich vor sieben Jahren kennen, als sie in Edinburgh studierten und einen unglücklichen Vorfall in einem stecken gebliebenen Aufzug erlebten. Die Erzählung wechselt zwischen damals und jetzt und führt uns durch die Ereignisse, die sich anfühlen wie eine Paartherapiesitzung.
Die Chemie zwischen Faint und McDonnell ist überwältigend und macht diese Beziehung wirklich bewegend zu beobachten. Mo und Réaltín kennen das absolut Beste und Schlechteste aneinander und necken sich so, wie es nur echte Freunde tun können.
Als Réaltín den Heiratsantrag eines Finnen (niemals namentlich genannt, nur anhand seiner Nationalität erwähnt) annimmt, wird schnell klar, dass Mo damit nicht einverstanden ist, was eine Distanz zwischen beiden schafft. Als eine Tragödie eintritt, dauert es eine Weile, bis sich die beiden wiederfinden, und Réaltín erscheint mit einem kleinen Kind an ihrer Seite.
For Dolores ist unberechenbar und vollkommen fesselnd. Diese beiden Darstellerinnen sind absolut mitreißend, und man kann sich ihrer Geschichte kaum entziehen. Réaltín ist ein Mädchen aus der irischen Mittelschicht, während Mo eine typische Glasgower Radge ist, doch beide sind zutiefst liebenswert.
O’Connors Schreibstil ist gleichzeitig herzzerreißend und lebensbejahend, was dieses 80-minütige emotionale Auf und Ab zu einer echten Achterbahnfahrt macht. Gestützt von zwei außergewöhnlichen Darbietungen ist For Dolores ein bemerkenswertes Theaterstück.
Foto: Pat Redmond