Verfügbare Sprachen
![]()
Nachdem sie das Fringe-Publikum immer wieder begeistert haben, kehrt das Voloz Collective mit einer willkommenen Wiederaufnahme ihrer Erfolgsproduktion Der Mann, der dachte, er wüsste zu viel zurück – ein unbestreitbarer Meisterkurs im physischen Theater.
Die Geschichte folgt Roger (Paul Lofferon), einem gewöhnlichen Franzosen, gefangen im rhythmischen Einerlei des Lebens in New York. Das Ensemble erweckt seinen täglichen Ablauf durch synchronisierte Choreografie zum Leben – fängt geschickt Gegenstände, die blind hinter seinem Rücken geworfen werden, und verschmilzt elegant mit den Hintergrundfiguren seines Tages, darunter seine Sekretärin Gretchen (Emily Wheatman). Doch als Roger einen unerwarteten Umweg von seinem Plan macht, löst er eine Kettenreaktion aus, die ihn in ein hektisches, weltumspannendes Rätsel katapultiert.
Was folgt, ist ein absolutes Spektakel: Ein Erzählen, das durch brillante Ausführung herrlich absurd wächst. Auf einer komplett leeren Bühne nutzen die Darsteller präzise Körpersprache und Bewegung, um lebendige Umgebungen aus dem Nichts zu zaubern – das Publikum wird von der Tiefsee über den Weltraum bis in die Arktis und darüber hinaus transportiert. Das Ensemble wechselt fließend zwischen dutzenden Rollen, mit messerscharfem Akzent und flüssigen physischen Verwandlungen, wodurch jede Figur sofort erkennbar ist.
Während der gesamten Aufführung sorgt Live-Musik für zusätzliche Atmosphäre und komödiantische Wirkung. Die Kombination aus Clownerie, physischem Theater, intelligentem Skript, Live-Musik und Lichtinszenierung macht das Stück für alle Altersgruppen unterhaltsam – eine klare Empfehlung beim diesjährigen Fringe.
Dies ist Ensemble-Physisches-Theater auf höchstem Niveau: akribisch einstudiert, erfinderisch und beeindruckend von Anfang bis Ende.
Der Mann, der dachte, er wüsste zu viel läuft bis zum 30. August im Pleasance Courtyard.
Foto-Credit: Mit freundlicher Genehmigung der Produktion