Verfügbare Sprachen
BWW spricht mit Isabelle Barbier, der Autorin von Rip Her To Shreds, über die Aufführung des Stücks beim Edinburgh Festival Fringe 2026.
Erzählen Sie uns ein wenig über Rip Her To Shreds.
Rip Her To Shreds ist eine temporeiche Horror-Komödie über vier Studentinnen, die versehentlich übernatürliche Kräfte in ihrem Wohnheimzimmer heraufbeschwören. Das Stück spielt Anfang der 2000er Jahre und thematisiert das Chaos weiblicher Freundschaften, den Druck, sympathisch zu wirken, sowie die angsteinflößende Intensität, eine junge Frau zu werden.
Was war die Inspiration für das Schreiben?
Mein Ziel war immer, die Geschichten zu schreiben, von denen ich mir wünschte, dass es sie gab, als ich ein Teenager war. Etwas, das dem jungen Ich zeigt, dass es nicht allein ist bei der Bewältigung der komplexen Landschaften weiblicher Freundschaft, sexuellen Traumata und Macht. Rip Her To Shreds ist meine Reflektion über das Mädchen-Sein in den frühen Nullerjahren; eine Ära von Internet-Pornografie, Promi-Klatsch, Diätkultur und Mean-Girl-Stereotypen. Ich wollte diese Themen nicht verurteilen, sondern sie öffnen, unbarmherzig untersuchen, auf die Schippe nehmen und meinem jüngeren Ich mitfühlen.
Warum fühlte sich Horror als das richtige Genre für ein Teenager-Drama an?
Ich habe Horror schon immer geliebt, weil er unsere tiefsten Ängste nach außen kehrt. In Rip Her To Shreds ist das Übernatürliche nicht nur dazu da, das Publikum zu erschrecken, sondern eine physische Manifestation von Eifersucht, Verlangen, Scham und Wut der Mädchen. Während ihre Beziehungen immer labiler werden, formen diese Emotionen buchstäblich die Welt um sie herum neu.
Wer soll sich die Aufführung anschauen?
Ich hoffe, Rip Her To Shreds erreicht alle, die Horror und Theater lieben und keine Angst davor haben, dass es mal ungewöhnlich wird. Wenn Sie Geschichten mögen, die gleichermaßen urkomisch, verstörend und überraschend sind, werden Sie an diesem Stück sicher viel Spaß haben.
Ich denke, besonders Frauen werden die emotionale Landschaft des Stücks wiedererkennen: die Intensität weiblicher Freundschaften, den Druck, gemocht zu werden, und die komplizierten Arten, wie wir zum Wettbewerb untereinander erzogen werden. Gleichzeitig hoffe ich, dass Zuschauer, die diese Erfahrungen nicht teilen, ein tieferes Verständnis dafür gewinnen.
Was sollen die Zuschauer aus dem Stück mitnehmen?
Ich hoffe, die Zuschauer gehen in erster Linie unterhalten nach Hause. Ich möchte, dass sie lachen, zusammenzucken, sich fremdschämen und eine theatralische Erfahrung haben, die noch lange nach Verlassen des Theaters nachwirkt.
Rip Her To Shreds läuft vom 5. bis 30. August beim Edfringe.
Foto-Credit: Gabriella Spiegel
Gesponserter Inhalt