BWW Interviews: Kerry Ellis

Oh ich danke dir Marcel, dass ist so lieb von dir. Vielen, vielen Dank.

Du warst damals Standby und hast später nach Menzel lange die Hauptrolle gespielt. Für einige Jahre..

Ganz genau. Ich habe 1 ½ Jahre in London gespielt und danach sechs Monate am Broadway und dann kam ich wieder zurück nach London und habe noch ein paar Monate gespielt. Es war schon einige Zeit! (lacht)

Was sind deine schönsten Erinnerungen an „Wicked"?

Es sind so viele.."Wicked" hat wirklich einiges geändert, nicht nur konnte ich mit der Show an den Broadway, ich war auch in der Original London Cast. Die Show ist wunderbar, aber auch gleichzeitig eine große Herausforderung Elphaba zu spielen. Das ist wie stimmliches Gymnastik, verbunden mit großer Emotionalität, denn du bist in der Rolle fast die gesamte Zeit auf der Bühne. Ich musste mich stimmlich beinahe neu koordinieren, weil ich vor „Wicked" viele klassische und auch rockige Shows gemacht habe. Allerdings nichts, was dermaßen fordernd ist. Allerdings hat mich das am Ende auch stärker gemacht als ich jemals war.

Es war sicherlich toll bei den Proben zu „WIcked" von Anfang an dabei zu sein und mit Regisseur Joe Mantello zu arbeiten.

Ja, Joe ist toll und es war dann auch seine Idee dass ich Elphaba am Broadway spiele. Er sagte: „Wir liebten dich in London und würden uns sehr freuen wenn du nach New York kommst."

Was war dann für dich der Unterschied zwischen dem britischen und dem amerikanischen Publikum?

„Wicked" ist wirklich ein Phänomen . Menschen sind weltweit so involviert und stark dabei wenn es um diese Show geht. Ich weiß dass einige Leute der Meinung sind dass amerikanische Publikum sei enthusiastischer und lauter als das britische, aber es ist ähnlich wie bei „We Will Rock You": es gibt eine riesige Publikumsbeteiligung. Der Unterschied ist nur minimal: manchmal wird an anderen Stellen gelacht, dass war manchmal etwas merkwürdig (lacht). Ansonsten war die Reaktion allerdings ziemlich gleich. Backstage gab es ein paar Unterschiede, aber die Show ans ich gleich, was ganz gut war, denn ich hatte nur acht Tage Proben für den Broadway. So thank god! (lacht)

Wie ich eben schon sagte, hast du als Standby für Idina Menzel begonnen. Wie war es dann ein paar Jahre später mit ihr gemeinsam in London auf der Bühne zu stehen für das große Chess Konzert in der Royal Albert Hall? Du warst Svetlana und Idina die Florence.

Das war großartig! Nachdem Idina in London Elphaba spielte, ging sie wieder zurück in die Staaten. Es war schön, sie nach all der Zeit wiederzusehen. Außerdem passiert es recht selten, dass zwei Sängerinnen, die die gleiche Rolle spielten, gemeinsam auf der Bühne stehen. Es war eine Ehre mit ihr zusammen zu singen, denn sie ist wirklich fantastisch. Irgendwie war es auch ein besonderer Moment zwei Elphabas auf der Bühne zu haben. Ich denke den Leuten hat das gefallen. (lacht)

Kerry, welche Musicalrollen würdest du mal gerne spielen?

Oh so viele! So viele! Ich würde sehr gerne neue Musicals spielen, die noch nicht geschrieben sind und wieder in einer Original Cast sein. Es ist sehr aufregend eine Rolle zu kreieren: Entscheidungen zu treffen, Charaktere entdecken. Dann gibt es noch Rollen, für die ich noch nicht alt genug bin. (lacht). Ich bin mir sicher „Gypsy" wäre fantastisch und natürlich Norma Desmond. Aber das hat noch etwas Zeit. (lacht)

Ich war erst kürzlich in London und bin immer wieder begeistert von dieser wundervollen Stadt und der besonderen Atmosphäre. Wo ist dein Lieblingsplatz in London?

Lieblingsplatz..(überlegt). Drury Lane ist ein ganz besonderer Platz für mich. Meine erste West End Show war dort in diesem wunderschönen Theater, nämlich „My Fair Lady" und dann habe ich zehn Jahre später die Nancy in „Oliver" dort gespielt. Dann liebe ich Covent Garden und dort durch die alten Straßen zu schlendern. Ich mag die boutiqueartigen Gegenden von London und die nicht zu großen kommerziellen Gebiete. Wir haben so viele schöne Plätze in London. Weißt du, wenn die Stadt vor deiner Haustüre ist nimmt man es manchmal für selbstverständlich hin alles in Reichweite zu haben. Erst vor wenigen Jahren war ich das erste Mal im London Eye. Seit Ewigkeiten wollte ich da mal hin und dann habe ich es endlich mal geschafft. London ist wirklich eine fantastische Stadt, vielleicht sollte ich auch einfach mal mehr nach oben schauen um neues zu entdecken (lacht).

Wann wirst du wieder im West End zu sehen sein?

Nun ich habe meine eigene Show im London Palladium am 12. Mai. Du musst unbedingt kommen! An der Show arbeite ich nämlich derzeit und es wird eine Reise durch meine Musical Rollen mit einigen Überraschungen. Das Palladium ist ein Theater mit langer Tradition, ich bin wirklich sehr aufgeregt. Es ist vor allem ein Konzert für..(zögert). Ich mag das Wort eigentlich nicht, aber für meine Fans. Also für die Leute, die mich und meine Karriere unterstützt haben und alles gesehen haben was ich gemacht habe. Das wird sicherlich ein großer Spaß! (lacht) ...Und scary! Und dann hoffe ich wieder eine Tour mit Brian zu machen.

Du solltest dann wirklich auch einige Konzerte in Deutschland planen!

Oh ja, ich werde darüber mit Brian sprechen.

Kerry, vielen Dank für deine Zeit und das Interview.

Ich danke dir Marcel...und komm mich im Mai besuchen!

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