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Wir haben alle schon einmal mit jemandem gedatet, der einfach nicht zu uns passt. ![]()
Es stellt sich heraus, dass dies ein Problem ist, so alt wie die Zeit. Oder sollte ich sagen, so alt wie die Erde.
Jack Godfrey und Ellie Coote’s Hot Mess beginnt damit, dass die Erde selbst auf die Bühne schlendert und ihren Wunsch erklärt, sich zu verlieben. Nachdem sie zwischen Beziehungen mit Einzellern und einem T-rex hin- und hergewechselt hat, hat sie eine kurze Auszeit (aka, die Eiszeit) genommen und ist bereit, sich wieder auf die Suche zu begeben. Die Menschheit tritt ein.
Während es zunächst so scheinen mag, als ob das Paar füreinander bestimmt ist, trübt sich die Lage bald. Im Verlauf der Show beobachtet das Publikum, wie die Beziehung zwischen Erde und Menschheit blüht und schließlich welkt - angestachelt durch den ständigen Wunsch der Menschheit, mehr von der Erde zu nehmen.
Auf dem Papier mag ein zweistelliges Stück, das sich um Umweltbewusstsein dreht, nicht besonders fesselnd erscheinen. Es ist ein Konzept, das schnell bevormundend wirken kann, und obwohl die Show möglicherweise keinen neuen Boden in Bezug auf ihre Botschaft bricht, ist die Produktion lebhaft, frech und letztendlich sehr liebenswert.
Danielle Steers ist als Erde schlichtweg fantastisch, mal kraftvoll, mal schmerzlich verletzlich, und ihre Darbietung von My House ist wohl der Höhepunkt des Abends, inklusive Haarflip. Morgan Gregory ist ebenso fesselnd als Menschheit, präsentiert zunächst eine Unschuld und einen Charme, die das Publikum sofort auf seine Seite zieht.
Obwohl die Erzählung manchmal ein wenig repetitiv wirken kann, wenn die Menschheit aus der Reihe tanzt und die Erde ihn zurück an seinen Platz schubst (was vielleicht der Natur von Beziehungen entspricht), gibt es eine zufriedenstellende Wendung gegen das Ende der Show. Dies gibt Gregory die Möglichkeit, seiner Darbietung ein wenig mehr Biss zu verleihen, in einem weiteren der fesselnderen Momente des Abends, dem Lied What Did You Expect.
Jack Godfreys Score, der Produktionen wie Six nachempfunden ist, ist größtenteils unterhaltsam, obwohl es Zeiten gibt, in denen die Lieder etwas kürzer sein könnten und dennoch die gleiche Wirkung erzielen. Ellie Coote’s Buch ist lustig, nachvollziehbar und voller Wortspiele, die nie aufgesetzt wirken, und hier gibt es eine echte Spannung, die in zukünftigen Produktionen noch weiter gesteigert werden könnte.
Alles in allem ist Hot Mess eine aufregende neue Produktion, die echtes Talent des gesamten Kreativteams zeigt. Und, wenn die aktuellen Temperaturen nicht genug Erinnerung daran waren, dass wir wirklich den Planeten ruiniert haben, ist Hot Mess hier, um die Botschaft eindringlich zu vertreten. Daher ist es eine Produktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte, bevor es zu spät ist. Also, bevor wir den ganzen Planeten in Brand setzen.
Hot Mess ist bis zum 2. September im Other Palace zu sehen.
Foto Credit: Pamela Raith.