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Bond and Beyond ist eine Feier der Musik hinter der langjährigen Spionagefilmreihe, die ebenso sehr für ihre Titellieder wie für die Darstellung des elegantesten Spions im britischen Geheimdienst bekannt ist.
Die erste Filmvorstellung erfolgte 1962 mit Sean Connery in Dr No, weshalb es passend ist, dass dieses Konzert am 96. Jahrestag der Geburt des Schauspielers stattfindet. Das BBC Concert Orchestra unter der Leitung von Daniel Bartholomew-Poyser legte gleich mit Monty Normans ikonischem "James Bond Theme" los.
Uns wird eine Überraschung versprochen, die kurz nach der Pause kommt, als Lulu die Bühne betritt, um ihren Titelsong von 1974 für The Man With The Golden Gun zu singen. Ihre Begeisterung und Darbietung sind ungebrochen, und sie erhält einen herzlichen Empfang. Als der Applaus und die Jubel verebben, betritt Oliver Tompsett die Bühne für ein mitreißendes "Thunderball", komplett mit dem langen Schlusston, der Tom Jones im Studio ohnmächtig werden ließ.
Viele der hier vorgestellten Themen stammen von John Barry, von dessen elf Scores acht enthalten sind. Omar singt zwei der nachdenklicheren Stücke im 007-Kanon: "You Only Live Twice" und zum Abschluss "We Have All The Time In The World" aus On His Majesty's Secret Service.
Es ist auch ein Abend für bemerkenswerte Frauen, die glänzen: Die Sängerinnen Rachel John, Gloria Onitiri und Naomi Banks werden Tracks wie "Nobody Does It Better" (The Spy Who Loved Me), "Goldfinger", "Goldeneye", kd langs "Surrender" (Tomorrow Never Dies) und "License to Kill" mehr als gerecht.
Foto: Louise Penn
Das Programm blickt auch über die erwarteten Stücke hinaus. Radioheads ungenutztes Thema für Spectre, das als zu dunkel oder melancholisch galt, funkelt, und zwei weitere Spione der 1960er Jahre bekommen mit Themen aus The Avengers und The Man from U.N.C.L.E. Raum.
Nick Mohammed sorgt als Moderator für einen fließenden Abend und scherzt, dass dies sein Vorsprechen sei, um 007 zu werden („normalerweise würde ich einfach ein Self-Tape auf meinem Telefon machen“). Obwohl sein Wortwechsel skriptgesteuert ist, wirkt er warmherzig und liebevoll gegenüber dem Franchise – was auch bei den Sängern und dem Dirigenten spürbar ist.
Neben Barrys Beiträgen sind hier auch Werke von populären Musikacts vertreten – mit Duran Durans "A View to a Kill", Adeles "Skyfall" und Jack White's "Another Way to Die" (Quantum of Solace), gesungen von Tompsett und Onitiri.
Es gibt sogar einen frechen Verweis auf den Bond-Spoof mit Musik aus dem Film Casino Royale von 1967, in dem David Niven als urbane Figur den Unsinn in Ian Flemings Roman findet. Und natürlich darf Shirley Basseys Beitrag zu drei Scores nicht unterschätzt werden, hier vertreten durch "Goldfinger" und "Diamonds Are Forever"; ich selbst habe Bassey beide Stücke 2011 in diesem Saal beim John Barry Memorial Concert singen sehen.
Bond and Beyond würdigt sowohl den Einfluss der beliebtesten britischen Filmreihe als auch die hohe Bedeutung ihrer Musik. Arrangements von Barry Forgie, Kyle Gordon, Guy Barker und Nic Raine erhöhen die Spannung für einen sensationellen Unterhaltungsabend.
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Foto: Louise Penn