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BroadwayWorld bedauert, berichten zu müssen, dass die legendenhafte Journalist, Film- und Kulturkritiker Rex Reed am Dienstag, den 12. Mai im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Er starb in seinem Zuhause in Manhattan nach einer kurzen Krankheit, was von seinem langjährigen Freund William Kapfer bestätigt wurde.
Seit den frühen 1960er Jahren ist Reed bekannt für seine pointierten Filmkritiken und schriftlichen Porträts von Hollywood- und Broadway-Ikonen, die in Publikationen von The New York Times über GQ, Esquire und Vogue bis hin zu seiner Kolumne im New York Observer über die letzten vier Jahrzehnte veröffentlicht wurden. Seine Schriften wurden in zahlreichen Büchern gesammelt, darunter auch sein erstes, Do You Sleep in the Nude?
Rex Reed zog nach seinem Abschluss an der Louisiana State University nach New York City, in der Hoffnung, eine Schauspielkarriere zu verfolgen. Stattdessen arbeitete er in der Öffentlichkeitsabteilung bei 20th Century Fox, wo er Werbematerial für Stars wie Elvis Presley und Fabian schrieb. Reed wurde später Journalist und Kritiker, der Interviews und Kritiken für Veröffentlichungen wie The New York Times, New York Magazine und HiFi/Stereo Review verfasste.
Im Laufe seiner Karriere wurde Reed einer der bekanntesten Filmkritiker Amerikas, der für Publikationen wie Vogue, GQ, Women's Wear Daily, die New York Daily News, die New York Post und später den New York Observer schrieb. Er war zudem Mitglied von Jurys beim Internationalen Filmfestival von Berlin und dem Internationalen Filmfestival von Venedig.
Reed wurde ebenso für seine kontroversen Kommentare wie für seine Kritiken bekannt.
Neben seiner Tätigkeit als Kritiker arbeitete Reed gelegentlich auch als Schauspieler und trat in Filmen wie Myra Breckinridge, Superman, Inchon und Irreconcilable Differences auf. Außerdem trat er regelmäßig als Juror in The Gong Show auf und sprach sich selbst in The Critic ein. Im Jahr 2009 war Reed in der Dokumentation For the Love of Movies: The Story of American Film Criticism zu sehen, in der er über den Einfluss von Filmkritikern in den 1970er Jahren sprach und die Zunahme unqualifizierter Online-Kritik kritisierte.