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Alex Newell spricht offen über seine Erfahrungen am Broadway-Bühnenausgang.
Während des Auftritts des Tony-Preisträgers in der Folge vom Mittwoch, den 22. Juli, des Drama Club with Matty-Podcasts erklärte Newell – der Geschichte schrieb als erster offen nicht-binärer Schauspieler, der 2023 gemeinsam mit dem ebenfalls nicht-binären Performer J. Harrison Ghee einen Tony gewann – dass er von Fans mit fragwürdigen Kommentaren konfrontiert wurde.
„Der Bühnenausgang ist mir ein bisschen zu nah am Komfort, weil mir einige schreckliche Dinge gesagt wurden, wie zum Beispiel ‚Oh, bist du krank? Du hast heute Abend den hohen Ton nicht getroffen‘“, erklärte Newell.
Der Darsteller erzählte, dass er auch Kommentare wie „Oh, naja, du bist nicht mein Favorit“ oder „Oh mein Gott, du bist in Wirklichkeit viel kleiner!“ gehört habe.
„Man ist immer fassungslos, wenn das passiert“, sagte Newell. „Mein neuester Favorit ist so etwas wie ‚Oh mein Gott, du bist in Wirklichkeit so schön‘.“
Als Moderator Matty Maggiacomo scherzhaft fragte, ob Newell mit „Na ja, eigentlich bist du hässlicher“ geantwortet habe, entgegnete Newell: „Nein, das würde ich niemals tun, weil ich Amerikas Liebling bin. Broadway's Prinzessin.“
Rückblickend auf die Kommentare am Bühnenausgang sagte Newell: „Ich komme ja auch nicht zu jemandem zur Arbeit und sage, du hast heute diesen Code nicht richtig getroffen [oder] ‚Oh, dein Patient ist gestorben. Warst du aufmerksam? Er ist gestorben.‘“
Im Umgang mit Fans betonte Newell: „Wenn ihr mich draußen seht und auf mich zukommen wollt, bin ich sehr zugänglich.“
Der Darsteller wies jedoch darauf hin: „Mein Job endet mit dieser Verbeugung.“
„Was meine Arbeit und Verantwortung für die Show betrifft, endet sie, sobald ich mich verbeuge und das Kostüm ausziehe“, sagte Newell. „Ich bin nicht länger dieser Charakter. Ich bin einfach wieder ein Mensch.“
Newell fügte hinzu, dass er auf Social Media sehr transparent sei. „Ich gebe dir alles“, sagte der Schauspieler. „Ich zeige dir alles und verstecke nichts. Es ist, als würde ich dich mich sehen lassen – und das war‘s. Und ich mache Fotos immer gern außerhalb des Bühnenausgangs.“
In den letzten Tagen ist das Warten am Bühnenausgang für manche Künstler besorgniserregend geworden.
Obwohl es Teil der Broadway-Kultur geworden ist, den Lieblingsdarsteller persönlich am Bühnenausgang zu treffen, scheinen sich die Dinge in den letzten Jahren drastisch verändert zu haben – und Schauspieler haben Bedenken geäußert.
Layton Williams, der derzeit als The Iceberg im Broadway-Stück Titanique zu sehen ist, berichtete kürzlich von einem Vorfall am Bühnenausgang, bei dem ihn ein Fan geleckt hat.
„Ich glaube, wir brauchen einfach eine kleine Auffrischung unserer Umgangsformen“, sagte Williams.“
Foto-Credit: Bruce Glikas