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Review Zusammenfassung: WEST SIDE STORY begeistert in Pforzheim

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New York: Vor dem Hintergrund eines brutalen Kriegs zweier Jugendgangs spielt sich eine ebenso tragische Liebesgeschichte ab. - Riff, Anführer der Jets, fordert zur Verteidigung des Reviers ein Duell mit den puertoricanischen Sharks, deren Ruf Bernardo verteidigt. Doch es kommt zu einem Vorfall, der den Konflikt noch verschärft. Tony, ehemaliges Mitglied der Jets, und Maria, Bernardos Schwester, verlieben sich ineinander und geraten so mitten zwischen die Fronten der verfeindeten Lager. Bernardo provoziert Tony zu einem tödlichen Zweikampf. Dabei überstürzen sich die Ereignisse: Eine Kette von Missverständnissen und weiteren blutigen Auseinandersetzungen führt unweigerlich zur Katastrophe - auch für die beiden Liebenden...

Die in den 50er Jahren am Broadway uraufgeführte WEST SIDE STORY basiert auf dem Plot des Dramas „Romeo und Julia" von William Shakespeare, dessen Todestag sich in 2016 zum 400. Mal jährt. Es wurde von den Autoren als packende Lovestory in die Neuzeit übertragen. Es thematisiert darüber hinaus den auch in unserer Zeit sich immer weiter verschärfenden Überlebenskampf all jener, die am unteren Ende der Gesellschaft angekommen sind. Ob Jazz, Tanzmusik oder Anleihen bei der italienischen Oper: Mitreißende Evergreens wie „Tonight", „America" und „Somewhere" vereinen zahlreiche Musikstile miteinander.

Das Theater Pforzheim bringt diesen Klassiker aus der Feder von Leonard Bernstein (Musik), Stephen Sondheim (Gesangstexte) und Arthur Lorents (Buch) nun mit Ensemblemitgliedern aus Musiktheater, Schauspiel und Ballett, Extrachor und Jugendclub auf die Bühne. Die moderne Inszenierung von Thomas Münstermann begeisterte die Kritiker bei der Premiere am 3. Oktober.

Hier konnt ihr nachlesen, was sie zu sagen hatten:

Sandra Pfäfflin (Pforzheimer Zeitung): "...Da stehen Szenen brutaler Gewalt neben leisen, anrührenden Momenten, da wechseln temperamentvolle Tanzsequenzen mit intimen Augenblicken der Zweisamkeit. Behutsam haben Münstermann, Markowitz und Göpfert das 50er-Jahre-Stück in die Gegenwart verlegt: Zeitgemäß sind Sprache und Tanzstil, ohne aufgesetzt oder peinlich jugendbetont zu wirken. [...] Doch es sind die gesanglichen Leistungen, die am meisten aufhorchen lassen. Danielle Rohr singt als Rosita ein anrührendes „Somewhere" inmitten der Zuschauerränge, während auf der Bühne eine eindringlich inszenierte und choreografierte Traumszene gefangen nimmt. Mit den neuen Ensemblemitgliedern Natasha Young als Maria und Julian Culemann als Tony hat das neue Team zwei Darsteller verpflichtet, die das Publikum begeistern. Ausstrahlung, Gesang, Spiel - das tragische Liebespaar sorgt für großes Gefühlskino. Und für eine Leichtigkeit ohne Pathos, für Glaubwürdigkeit jenseits aller Showeffekte - und für stehende Ovationen beim Premierenpublikum..."

Nikolaus Schmidt (Badische Neueste Nachrichten): "...Das Plus der Aufführung sind Natasha Young und Julian Culemann als jugendlich bezauberndes Paar, das dem keuschen Liebeszauber von „Maria" und „Tonight" die Innigkeit und die vokale Süße von Puccinis Bohème-Liebenden verlieh. Ein starkes Team sind die Jets Mario Radosin, Timo Beyerling, Patrick Nitschke, Johannes Blattner, Jacob Gomez Ruiz und Davide Guarino, denen Guido Markowitz eine straßenköterstaksige, rotzig kraftvolle Tanzakrobatik antrainierte; wo es ihnen in „Gee, Officer Krupke!" an sängerischer Politur fehlt, machen sie es durch darstellerische Präsenz wett. Ähnliches gilt für die Sharks und die Mädchen, die angeführt von Lilian Huynen, die unter Anitas zupackender Amerika-Gläubigkeit eine große Zerbrechlichkeit zeigt, das ironisch-witzige „I like to be in America" feiern. „Somewhere" gehört Danielle Rohr, die Stephen Sondheims hymnisches „There' s a Place for Us" vom Rang aus zu intensiver Wirkung bringt. Vieles hat man virtuoser, freilich auch glatter, erlebt, doch selten so wahrhaftig und berührend, wie in dieser Pforzheimer West Side Story..."

Schwarzwälder Bote: "...Abgesehen von darstellerischen und gesanglichen Leistungen Einzelner ist es vor allem die expressive Choreografie des Kollektivs von Guido Markowitz, die die Aufführung der »West Side Story« in der Inszenierung von Thomas Münstermann prägt, der mehr auf Show denn auf Sozialkritik setzt. Im Hintergrund spielt die Badische Philharmonie Pforzheim, unter der musikalischen Leitung von Markus Huber, manchmal etwas laut, gut rhytmisierend, den ruhigeren Passagen gerecht werdend, Leonard Bernsteins Komposition..."

Vorstellungen von WEST SIDE STORY laufen in Pforzheim noch bis Januar 2016 im Großen Haus. Mehr Informationen und Tickets gibt es unter theater-pforzheim.de

Photo Credit: Theater Pforzheim

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