Deutsches Theater Presents Nebbia
Der kanadische Cirque Éloize kehrt im Herbst 2010 endlich zurück ans Deutsche Theater, diesmal mit einerKoproduktion mit dem schweizerischen Teatro Sunil! Nach „Nomade" und „Rain" ist „Nebbia" der dritte Teil, mit demRegisseur und Autor Daniele Finzi Pasca seine Trilogie über den Himmel vervollständigt.„Nebbia" ist italienisch und bedeutet Nebel. „Nebbia" entführt in die Welt der Träume und der Phantasie. Im Nebel verirrtman sich, man findet sich und vor allem erlebt man das Unerwartete! Zeit und Raum verschwimmen im Nebel derErinnerungen - alles erscheint möglich. Mit nostalgischem Charme und viel Humor durchstreifen die Artisten eineimaginäre Welt. Daniele Finzi Pascas Inspiration sind die Eindrücke seiner Kindheit aus dem schweizerischen Tessin.„Nebbia" vermischt auf bezaubernde Art und Weise atemberaubende Zirkusakrobatik mit Elementen der CommediadellArte.„Wenn ich früher meine Großeltern besuchte, geschah es oft, dass dicker Nebel sich auf das Haus senkte.
Erstverschwand die Nachbarschaft, dann das ganze Dorf. Und ich stand auf dem Balkon und starrte fasziniert in denundurchdringlichen Dunst. Plötzlich leckten Meereswellen am Gartentor, und eine ganze Armada von Trugbildernmarschierte draußen vor den Pappeln auf. Ich war erwachsen und fuhr ein rotes Auto. Und über allem lagallgegenwärtig das Geräusch des Ozeans. Wenn der Nebel sich wieder verflüchtigte, zappelten Fische auf demDorfplatz. Und dabei war das Meer 300 Kilometer vom Haus meiner Großeltern entfernt. Es war oft, oder sogar immer,wie ein Karneval. Wenn sich der Himmel verdichtet, sehen wir Dinge, die wir normalerweise nicht sehen. Wir reisendurch eine Welt der Erinnerung und der erfundenen Bilder, die wir der Einfachheit halber Träume nennen."Artistik, Akrobatik und Clownerien fügen sich mit Leichtigkeit in das Bühnengeschehen ein, ohne den roten Faden derGeschichte zu zerreißen. Alle Künstler aus sieben Nationen sind zugleich Artisten, Schauspieler, Komiker, Tänzer undMusiker. Mit einem großen Arsenal an Instrumenten bringen Sie eine bunte Klanglandschaft zum Blühen. Dasverbindende Element zwischen einer lockeren Abfolge vergnüglicher und bewegender Szenen ist die poetisch-surrealeFigur des Clowns, die seit jeher zwischen den Sphären Theater und Zirkus schwebt.Auf den Magdalenen-Inseln, inmitten des St.-Lorenz-Golfes in Québec, Kanada, werden die Blitze, die durchWetterleuchten am Horizont entstehen, éloize genannt. Der Cirque Éloize wurde 1993 von sieben Artisten undAbsolventen der „École Nationale de Cirque de Montréal" gegründet.
Insgesamt absolvierte die Artistentruppe 3.000Vorstellungen, in mehr als 30 Ländern vor mehr als drei Millionen Zuschauern. Die Formation hat zahlreiche Preisegewonnen, darunter acht Medaillen und Auszeichnungen u.a. beim „Festival International du Cirque de Demain" inParis. Dem Cirque Éloize gelingt es, Zirkus in eine neue Kunstform zu gießen: artistisches Theater. Das „Teatro Sunil"wurde 1983 von Daniele Finzi Pasca gegründet mit dem Ziel, die Welt des Schauspielers mit der des tragikomischenTänzers und Artisten zu verknüpfen. 2001 wurde Daniele Finzi Pasca vom Cirque Éloize beauftragt, die Regie bei„Nomade - La nuit, le ciel est plus grand" zu übernehmen. Die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem CirqueÉloize wurde mit den Produktionen „Rain" (2004) und „Nebbia" (2007) fortgeführt.
2005 inszenierte Finzi Pasca für denCirque de Soleil dessen neue Tourneeproduktion „Corteo". Ein Jahr später war er eingeladen, die Abschlusszeremonieder Olympischen Winterspiele in Turin zu inszenieren, die im Februar 2006 live von 35.000 Beobachtern im Stadion undca. 2 Milliarden Fernsehzuschauern verfolgt wurde.„Übervoll mit Anmut und Sinnlichkeit berührt diese Show die Seelen der Zuschauer. Niemand verlässt den Saal ohnetiefe Dankbarkeit dafür, von der süßen Verrücktheit des Daniele Finzi Pasca gekostet zu haben." La Presse, Montreal

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